Prof. Dr. Jennifer Wasmuth hat Evangelische Theologie und Slavistik studiert. Einem einjährigen Studienaufenthalt an der Geistlichen Akademie von St. Petersburg folgte eine Dissertation, die von dem Erlanger Ostkirchenkundler Prof. Dr. Karl Christian Felmy betreut wurde. Unter der leitenden Fragestellung protestantischer Einflüsse auf die russische Akademietheologie des 19./20. Jahrhunderts wird in der Dissertation das Phänomen einer “liberalen orthodoxen Theologie” untersucht.

Anschließend war sie langjährig an der Humboldt-Universität zu Berlin am Lehrstuhl für Kirchen- und Konfessionskunde/Ostkirchenkunde von Prof. Dr. Heinz Ohme tätig. Sie hatte dort die Koordination des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projektes eines Russisch-Deutschen Theologischen Wörterbuches inne. In dieser Zeit entstand ebenfalls ihre Habilitation, in der die Bedeutung des für die Ökumene zentralen nizänischen Glaubensbekenntnisses für Martin Luther und Philipp Melanchthon erforscht wird.

Prof. Dr. Wasmuth ist ordinierte Pastorin der Evangelisch-lutherischen Landeskirche von Hannover.  Sie ist seit vielen Jahren an Dialogen mit orthodoxen Kirchen beteiligt. Dazu gehören der bilaterale Dialog der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) mit dem Moskauer Patriarchat und der internationale Dialog des Lutherischen Weltbundes (LWB) mit den byzantinisch-orthodoxen Kirchen.

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